Bei Bautrocknern ein Muss: Heißgasabtauautomatik

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Heißgasabtauautomatik - Das Wichtigste bei einem Bautrockner!

So wird ein Gewerbeluftentfeuchter zum echten Bautrockner

Gewerbeluftentfeuchter müssen hart im Nehmen sein. Mitunter raue Einsatzumgebungen und häufige Ortswechsel erfordern ein robustes Metallgehäuse, stabile Räder oder Rollen und eine insgesamt solide Bauart. Hier unterscheiden sich die meisten auf dem Markt erhältlichen Gewerbeluftentfeuchter rein äußerlich nicht sonderlich von einem Bautrockner. Aber ist deshalb jeder Gewerbeluftentfeuchter automatisch auch als Bautrockner einsetzbar?

Ohne Heißgasabtauautomatik keine Bautrocknungseignung

Sämtliche Gewerbeluftentfeuchter sind in der Regel Kondenstrockner, bewirken also eine Kondensierung der in der Raumluft enthaltenen Feuchtigkeit, um dieses Kondensat sammeln und abführen zu können. Auf diese Weise wird der Luft permanent Feuchtigkeit entzogen und sie wird trockener.

Damit die Feuchte aus der angesaugten Luft kondensieren kann, muss ihre Temperatur unter den Taupunkt abgekühlt werden. Dies geschieht am Verdampfer des Trocknungsgerätes, der durch Hindurchleitung eines druckreduzierten Kältemittels sehr stark abgekühlt wird.

Ohne technische Gegenmaßnahmen brächte dieses Abkühlungs­verfahren jedoch ein fatales Manko mit sich: Der Verdampfer beginnt bei Temperaturen von 16 °C bis 17 °C zu vereisen und die immer weiter fortschreitende Eisbildung würde zuletzt nicht nur zur stetigen Leistungsabnahme führen, sondern zu einem Totalausfall des gesamten Systems.

Aus diesem Grund ist jeder Kondenstrockner mit einer Vorrichtung zur regelmäßigen Enteisung des Verdampfers ausgestattet – der Abtauautomatik, und hier liegt auch der entscheidende Unterschied zwischen Gewerbeluftentfeuchter und Bautrockner.

Nur weil Bautrockner draufsteht,
ist noch lange keiner drin

Bei gewöhnlichen Gewerbeluftentfeuchtern erfolgt die Abtauung meistens elektronisch zeit- oder sensorgesteuert per Umluftbetrieb, daher oft auch elektronische Abtauung genannt: Der Kompressor schaltet im Abtaumodus ab, während das Gebläse meist weiterläuft und den Verdampfer zur Eisabtauung mit der Kompressorabwärme umströmt. Dieses Verfahren ist bewährt und funktioniert in beheizten Umgebungen oberhalb von ca. 15 °C in der Regel gut.

Setzt man solche Trockner jedoch in kühleren Umgebungen ein – unterhalb 15 °C, liegt auch der Taupunkt deutlich tiefer, was verfahrensbedingt eine stärkere Eisbildung am Verdampfer zur Folge hat, der dann bei Umluftabtau­geräten aufgrund der längeren Abtaudauer praktisch ständig abgetaut werden muss. Ein regulärer Entfeuchtungssbetrieb findet bei solchen Geräten dann also so gut wie gar nicht mehr statt! Und auf mitteleuropäischen Baustellen herrschen in der Regel an mehr als 200 Tagen, zumindest während der Nachtstunden, Temperaturen unterhalb  15 °C vor.

Aus diesem Grunde sind Bautrockner mit einem völlig anderen Abtau­system ausgestattet – der Heißgasabtauung im Bypass­verfahren. Hier wird aktiv das heiße Gas des Kältekreislaufs zur schnellen und effektiven Abtauung genutzt. Bei beginnender Vereisung öffnet sich automatisch ein spezielles Ventil, leitet das heiße Gas zum Verdampfer um und schließt sich nach dessen Abtauung wieder zur Fortführung des regulären Kältemittelkreislauf für den Trocknungsbetrieb.

Im Gegensatz zur Umluftabtauung ermöglicht die Heißgas-Abtau­automatik dramatisch kürzere Abtauphasen, was für eine effektive Luftentfeuchtung in Niedrigtemperaturbereichen wie unbeheizten Räumen zwingende Voraussetzung ist. Schließlich erfolgt die eigentliche Luftentfeuchtung ausschließlich in den Nichtabtauphasen der Trocknungsgeräte!

Kurz gesagt: Wenn Sie einen Bautrockner suchen, fragen Sie zuallererst nach der Heißgasabtauung. Ist keine vorhanden, ist es auch kein Bautrockner, ganz einfach!

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